Mit Sicherheit für mehr Respekt

Die Ereignisse in Stuttgart vorletztes Wochenende haben schockiert. „Ich bin entsetzt über den Angriff auf Stuttgart, der ein Angriff auf unsere demokratische Gesellschaft ist“, so Swen Menzel.

Mit Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPOlG) und Daniel Jungwirth (aktiv im Streifendienst und Stv. Vorsitzender der DPolG Baden-Württemberg) war Menzel deshalb in einer öffentlichen Webkonferenz im Gespräch. „Haben wir noch die Kontrolle?“ war die Frage an Wendt und Jungwirth aus deren Sicht der Polizei.

„Wir brauchen wieder mehr Respekt in der Gesellschaft“, sieht Swen Menzel als die entscheidende Erkenntnis aus den Gesprächen. Respekt vor Polizei und Hilfskräften, selbstverständlich Respekt vor allen Menschen und Sachen. „Wir dürfen nicht so viel relativieren, sondern müssen klar sagen: Null Toleranz gegen jede Form von Gewalt. Allein der Begriff Partyszene ist eine Verharmlosung ohnegleichen, ich war noch nie mit einer Eisenstange auf einer Party“, so Swen Menzel.

Rainer Wendt spricht auch von fehlendem Respekt, einer Verrohung in Teilen der Gesellschaft. „Frauen, die Angst vor diesen Zuständen haben, alte Menschen, die sich abends nicht mehr auf die Straße trauen, das bedeutet einen kollektiven Verlust an Freiheit“, warnt Wendt, der in der Diskussion um die Polizei auch eine politische Verantwortung in Sachen Respekt sieht. „Linke und Grüne reden ständig von Antidiskriminierung und stellen Polizistinnen und Polizisten unter Generalverdacht“. Für Wendt war auch die Diskussion über Rassismus bei der Polizei von Bedeutung für die Eskalation in Stuttgart. Aussagen von Saskia Esken (SPD) und Kuschelkurs mit linksextremen sind für Rainer Wendt Teile des Problems. Was muss sich ändern? „Die Blauäugigkeit der Stadt Stuttgart muss ein Ende haben“, im Bezug auf Alkohol, Drogen und Gewalt.

Daniel Jungwirth ergänzt, dass die Problematik gewaltbereiter Jugendlicher in Stuttgart, aber auch an anderen Orten nicht unbekannt ist. Konkret müssen Maßnahmen vor Ort getroffen werden, die auch die jeweilige Kommune verantwortet, wie beispielsweise Hausrecht an kommunalen Plätzen
an die Polizei zu geben oder für eine gute Beleuchtung sorgen. Er fordert auch mehr Konsequenz in der Strafverfolgung. „Häufige Gewalt auch mit Einsatz von Waffen dürfen nicht ohne Konsequenzen in der Strafverfolgung bleiben“, so Jungwirth. Swen Menzel wird die aufgeworfenen Fragen und Themen weiterverfolgen und mit Verantwortlichen vor Ort in den konkreten Austausch gehen. „Mein großer Respekt an alle Polizistinnen und Polizisten, die wir unterstützen müssen, gegen Gewalt, mit Sicherheit für mehr
Respekt.

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